KI-logbuch

Wie dieses Blog entsteht

Kurze Antwort: mit KI-Hilfe. Lange Antwort: Es ist komplizierter — und ehrlicher — als du vielleicht denkst.

Ein Blog über KI-Tools, das selbst mit KI-Tools entsteht. Ja, die Ironie ist mir bewusst. Aber genau das macht es interessant: Ich nutze die Werkzeuge, über die ich schreibe, auch für das Schreiben selbst. Das hier ist kein heimliches Geständnis — es ist das Konzept.

Die Werkzeuge

Mein Setup wechselt ständig, weil ich dauernd Neues ausprobiere. Aktuell sieht die Stammbesetzung so aus:

Claude
Hauptassistent für Texte, Code, Strukturierung — und ja, auch für dieses Blog
Gemini
Spezialisierte GEMs für Fotografie, DEVONthink-Workflows und Content-Strategie
NotebookLM
Aufbereitung von Quellen, YouTube-Transkripten, Audio-Guides zum schnellen Durcharbeiten
Perplexity
Faktencheck und Recherche, wenn aktuelle Quellen gebraucht werden
Copilot
Microsoft 365-Integration über die Family-Lizenz — für E-Mails, Dokumente und Teams im Büroalltag

Der Workflow

Es gibt keinen linearen Prozess à la "KI schreibt, Mensch nickt ab". Eher ein Ping-Pong: Ich habe eine Idee, eine Erfahrung, eine Beobachtung. Dann arbeite ich das mit KI-Unterstützung aus — manchmal als Sparring-Partner, manchmal als Schreibhilfe, manchmal als Faktenprüfer.

Typischer Ablauf: Ich beschreibe, was ich erlebt oder getestet habe. Die KI hilft bei der Strukturierung, findet bessere Formulierungen oder weist mich auf Lücken hin. Ich lese alles gegen, ändere, streiche, ergänze. Am Ende steht ein Text, der von mir kommt — aber nicht zu 100% von mir geschrieben wurde. Ehrlich gesagt weiß ich bei manchen Sätzen selbst nicht mehr, wer angefangen hat.

Der Mensch liefert die Erfahrung, die Meinung und das Urteil. Die KI hilft beim Formulieren, Strukturieren und Faktenprüfen. Wer dabei wessen Ghostwriter ist, lässt sich nicht immer trennscharf sagen — und das ist okay.

Was geprüft wird

Jeder Text wird von mir gelesen und inhaltlich geprüft, bevor er online geht. Faktische Aussagen versuche ich zu verifizieren — mit Perplexity, eigener Recherche oder gesundem Menschenverstand. Tool-Beschreibungen basieren auf meiner tatsächlichen Nutzung, nicht auf Marketing-Versprechen.

Trotzdem: Fehler passieren. Mir, der KI, uns beiden zusammen. Wenn du etwas findest, das nicht stimmt — sag Bescheid. Korrekturen sind kein Makel, sondern Teil des Prozesses.

Warum das kein Problem ist

Ich verstehe die Skepsis. "KI-generierter Content" hat einen schlechten Ruf — zu Recht, wenn Texte lieblos aus dem Prompt-Automaten fallen und niemand sie auch nur durchliest. Das hier ist anders: Die Inhalte kommen aus echten Erfahrungen, echten Tests, echten Frustrationen. Die KI macht daraus keinen besseren Text, als ich schreiben würde — sie macht es schneller und hilft mir, klarer zu formulieren.

Oder anders gesagt: Wenn ein Fotograf Lightroom benutzt, sind die Bilder trotzdem seine — weil er entschieden hat, was er fotografiert, wie er belichtet und was er weglässt. Genauso hier.

Was das für dich bedeutet

Lies die Texte wie das, was sie sind: persönliche Erfahrungsberichte, KI-unterstützt erstellt, manuell geprüft, trotzdem fehlbar. Wenn dir etwas komisch vorkommt, hinterfrage es. Das solltest du bei jedem Text im Internet tun — egal ob eine KI mitgeschrieben hat oder nicht.

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