April 2025: Ein Vortrag hat mich damals wirklich mitgenommen — und dafür gesorgt, dass ich KI nicht länger nur am Rande wahrnahm. Bis dahin hatte ich das Thema vor allem durch Adobe-Produkte erlebt, wo KI längst eingezogen war, ohne dass ich sie bewusst eingesetzt hätte. Danach grub ich mich tief rein: Podcasts von Christoph Magnussen, YouTube-Videos, intensives Ausprobieren. ChatGPT mit eigenen Projekten, System-Prompts, unterschiedliche Setups für verschiedene Interessenbereiche. Im Juli 2025 kam KI dann auch offiziell in meinen Berufsalltag — ich ergatterte mir eine der ersten 200 Unternehmenslizenzen und arbeite seitdem mit Copilot im Büro. Was mir dabei regelmäßig auffällt: wie viel mehr ich privat mit Claude, Gemini und Co. hinbekomme.
Das Problem: Ich habe fast nichts davon festgehalten. Kein Protokoll, keine Notizen, nur vage Erinnerungen an Dinge, die mal funktioniert haben. Oder eben nicht.
Was das hier werden soll
Dieses Logbuch ist mein Versuch, das zu ändern. Kein Blog mit Ratschlägen, keine Tutorials für Einsteiger, kein Content-Projekt. Einfach ehrliche Aufzeichnungen davon, wie ich KI-Tools benutze — was klappt, was scheitert, was mich überrascht.
Mein Setup besteht aktuell aus Claude als Haupt-Assistent, Gemini mit spezialisierten GEMs für bestimmte Themen, NotebookLM für die Aufbereitung von Quellen und YouTube-Transkripten, und Perplexity wenn ich aktuelle Fakten brauche. Alles landet am Ende in DEVONthink — meine persönliche Wissensbasis seit Jahren.
Die Idee: Statt abends zu denken "das war irgendwie interessant", schreibe ich auf, was genau passiert ist. Welches Tool, welcher Prompt, welches Ergebnis. Und was ich daraus für den nächsten Versuch mitnehme.
Warum öffentlich?
Gute Frage. Eigentlich bin ich nicht der Typ, der seine Lernprozesse ins Netz stellt. Aber ich habe festgestellt: Wenn ich weiß, dass jemand mitlesen könnte, formuliere ich präziser. Ich denke schärfer nach über das, was ich beschreibe. Das Aufschreiben für andere ist gleichzeitig ein Aufschreiben für mich — nur besser.
Außerdem fehlt mir in der KI-Diskussion oft genau das: Erfahrungsberichte von Leuten, die weder KI-Evangelisten noch Skeptiker sind, sondern die einfach ausprobieren und ehrlich berichten. Vielleicht findet sich hier jemand wieder.
Was du hier nicht findest
Keine Grundlagen-Erklärungen. Keine "Was ist ein LLM?"-Abschnitte. Kein "10 Prompts, die dein Leben verändern". Ich schreibe für Leute, die selbst mit KI-Tools arbeiten und sich für die Praxis interessieren — nicht für die Theorie.
Das Beste am Experimentieren mit KI ist, dass man ständig falsch liegt — und das jedes Mal etwas Neues zeigt.
Fazit
Tag eins. Kein Plan, wohin das führt. Aber genau das ist der Punkt — ich dokumentiere den Weg, nicht das Ziel. Nächstes Mal geht es vermutlich um einen konkreten Workflow oder ein Tool-Vergleich. Mal sehen.
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